Jesus hat eine recht seltsame "Marketingstrategie" für sein Reich. Erst macht er deutlich, dass der Maßstab für die Bürger seines Reiches Gott selbst ist:
"Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist."
- Matthäus 5,48
Dann spricht Jesus, dass man mit so einer "göttlichen Gerechtigkeit" nicht glänzt, sondern sich das Fromme im Verborgenen abspielt (Matthäus 6,1-18). Das was Jesus über das Reich und die Schätze zu sagen hat, entspricht so gar nicht dem Reiz der damaligen Elite. Und dann macht Jesus deutlich:
"Geht durch das enge Tor! Denn das weite Tor und der breite Weg führen ins Verderben, und viele sind dorthin unterwegs. Wie eng ist das Tor und wie schmal der Weg, der ins Leben führt, und nur wenige sind es, die ihn finden!"
- Matthäus 7,13-14
Ein schmaler Eingang in dieses Reich Gottes. Es scheint, als würde Jesus nicht so sehr Werbung für sein Reich zu machen, als viel mehr als eine Art Türsteher agieren, der ganz bestimmte Leute da nicht bei haben möchte (Matthäus 7,15).
Dieser schmale Eingang ist tatsächlich das "Nadelöhr" (Matthäus 19,24): Er ist zu klein für Jeden, der sich für groß hält! Wir müssen uns demütigen, klein werden wie die Kinder (Matthäus 18,3), arm im Geist werden, um durch die enge Pforte gehen zu können!
Wir sehen also einmal mehr, dass Jesus ein König ist, der so ganz anders ist, als gedacht und das sein Reich so ganz anders ist, als man sich das vorstellen konnte. Und doch:
"Als Jesus seine Rede beendet hatte, war die Menge überwältigt von seiner Lehre, denn er sprach mit Vollmacht – ganz anders als ihre Gesetzeslehrer."
- Matthäus 7,28-29
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