Mit dem Ende von Matthäus 11 endet der erste große Abschnitt im Matthäus-Evangelium und der Lobpreis Jesu an dieser Stelle scheint eine Art Zusammenfassung bis zu dieser Stelle zu sein:
"Damals rief Jesus aus: „Vater, du Herr über Himmel und Erde, ich preise dich, dass du das alles vor Klugen und Gelehrten verborgen und es einfachen Leuten offenbar gemacht hast. Ja, Vater, so hast du es gewollt. Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden; und niemand außer dem Vater kennt den Sohn wirklich, und auch den Vater kennt niemand – nur der Sohn und die, denen der Sohn es offenbar machen will."
- Matthäus 11,25-27
Damit wird deutlich, dass wir mit unserer Beobachtung zum Eingang des Evangeliums auf der richtigen Fährte gewesen sind. Den Weisen verborgen und den Unmündigen offenbart. Oder wie Jesus zu Beginn seiner Wunder- und Heilstätigkeit sagte:
"Ich sage euch aber: Viele werden von Osten und Westen kommen und sich mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich zum Mahl niederlassen, aber die Söhne des Reiches werden in die Finsternis draußen hinausgestoßen werden; dort wird lautes Weinen und Zähneknirschen sein."
- Matthäus 8,11-12
Am Ende seines öffentlichen Auftretens wird Jesus diese Wahrheit noch etwas drastischer formulieren:
"Ich versichere euch, dass die Zöllner und die Huren eher ins Reich Gottes kommen als ihr. Denn Johannes hat euch den Weg der Gerechtigkeit gezeigt, aber ihr habt ihm nicht geglaubt. Die Zöllner und die Huren haben ihm geglaubt. Ihr habt es gesehen und wart nicht einmal dann bereit, eure Haltung zu ändern und ihm Glauben zu schenken."
- Matthäus 21,31-32
So können wir uns fragen: Halten wir uns für Klug und Gelehrt? Oder halten wir uns für geistlich Arm, einfach, unmündig? Eine demütige Haltung ist für unseren Herrn eine anmutige Haltung.
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